• Logo
  • Mein konto
  • ist leer
    für 0 €
Pro-nožky.cz
 Empfehlungen für Sie

Bewegung ist die beste Vorbeugung, sagt Kinderphysiotherapeutin Eliška Doležílková Lukášová

  • hinzugefügt: 07.01.2026   |   12 gelesen / angezeigt

Mgr. Eliška Doležílková Lukášová arbeitet in Olomouc, wo sie ihre eigene Praxis Fyzioelbaby.cz betreibt. Sie konzentriert sich vor allem auf Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter. In diesem Interview haben wir darüber gesprochen, warum Prävention in der Physiotherapie eine so wichtige Rolle spielt, wie Eltern erkennen können, wann die Füße ihres Kindes Unterstützung brauchen – und wann Fußausrichtungssocken einen Unterschied machen können.


Wie sind Sie Kinderphysiotherapeutin geworden, und was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?

Es war ein allmählicher Weg. Während meines Studiums hatte ich gar nicht geplant, mit Kindern zu arbeiten. Das änderte sich in einem Praktikum im Krankenhaus, als ich eine erfahrene Therapeutin traf, die auf Neugeborene spezialisiert war. Diese Begegnung öffnete mir die Augen dafür, wie vielfältig und sinnvoll dieser Beruf sein kann. Nach dem Abschluss begann ich im Krankenhaus zu arbeiten und wechselte später in ein Neurorehabilitationszentrum für Kinder – ein echter Wendepunkt für mich. Da wurde mir klar, dass die Kinderphysiotherapie genau das Fachgebiet ist, das mich wirklich erfüllt.

Heute arbeite ich selbstständig in Olomouc (in meiner Praxis Fyzioelbaby.cz) und konzentriere mich auf Kinder ohne neurologische Diagnosen. Ich habe mehrere spezialisierte Kurse absolviert und nach und nach meine Praxis auf die Kinderbehandlung ausgerichtet.

Am meisten genieße ich die Kreativität und Verspieltheit dieser Arbeit. Jedes Kind ist anders, sodass ich ständig neue Wege finde, Übungen in spielerische Aktivitäten zu verwandeln. Die Kinder haben Spaß – und machen dabei gleichzeitig Fortschritte. Ihre Freude und ihr Fortschritt sind der lohnendste Teil meiner Arbeit.


Sie arbeiten hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen. Gehen Sie bei Kleinkindern und bei älteren, sportlich aktiven Kindern unterschiedlich vor?

Die meisten meiner Patienten sind Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder – mit Schulkindern arbeite ich seltener. Der Hauptunterschied liegt in der Kommunikation und Herangehensweise. Bei den Kleinen muss alles zum Spiel werden. Anstatt ihnen zu sagen: „Stell dich auf ein Bein“, spielen wir zum Beispiel „Wir sind Störche“ oder balancieren beim „Steinspringen“ auf Steinen. Ältere Kinder können schon direkten Anweisungen folgen.

Bei jungen Sportlern – oft vier - oder fünfjährige vier – oder Fußballspieler – achte ich vor allem darauf, ihren Körper frei und natürlich entwickeln zu lassen. Ich empfehle ausreichend Erholung und gegebenenfalls eine Pause vom strukturierten Training. Insgesamt sehe ich Sport als sehr vorteilhaft: Kinder bewegen sich von selbst, stärken Muskeln und verbessern die Koordination. Wichtig ist dabei, dass Überbelastung nicht zu frühen Anzeichen von Asymmetrien, schlechter Haltung oder Fußbeschwerden führt.


Woran erkennen Eltern, dass etwas nicht ganz stimmt und es Zeit ist, einen Physiotherapeuten aufzusuchen?

Im Alter von etwa drei bis sechs Jahren sollten Eltern vorsorglich einen Physiotherapeuten aufsuchen – nicht nur, wenn schon ein Problem auftritt. Ein Spezialist kann beurteilen, wie sich das Kind bewegt, steht und entwickelt – und frühzeitig Auffälligkeiten erkennen. Eltern hören von Kinderärzten oder anderen oft den Satz „Das wächst sich schon aus“ und schenken dem Thema dann keine Beachtung. Kommen sie jedoch später, fühlt es sich oft an, als würden wir „einen größeren Brand löschen“.

Vorbeugung sollte so selbstverständlich sein wie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Eltern sehen ihr Kind mit den Augen der Liebe – was es manchmal erschwert, das zu bemerken, was einem geschulten Profi sofort auffällt.


Der Begriff „Plattfüße“ wird oft verwendet. Was halten Sie von dieser Bezeichnung?

Das ist eine ausgezeichnete Frage, denn „Plattfüße“ ist ein Begriff, der sowohl überstrapaziert als auch irreführend ist. Eltern bekommen häufig – manchmal recht beiläufig – zu hören, ihr Kind habe Plattfüße. Sie sind dann beunruhigt und wollen sofort handeln. In den meisten Fällen handelt es sich aber nicht um einen echten Plattfuß, sondern um einen physiologischen Fuß, der nur auf den ersten Blick flach wirkt. Oft sprechen wir von einem Knick-Senkfuß: einer Kombination aus einem leicht abgesenkten Gewölbe und einer nach innen gekippter Ferse (Valgusstellung).

Diese Haltung vermittelt den Eindruck eines „platten“ Fußes, ist aber nicht pathologisch. Ein echter Plattfuß bei Kindern ist sehr selten – ich habe bisher nur einen einzigen echten Fall gesehen. Eine genaue Diagnose erfordert in der Regel ein Röntgenbild, was bei Kindern routinemäßig nicht gemacht wird; daher wird der Begriff oft ungenau verwendet.

Und was den vollen Fußabdruck auf dem Podoskop betrifft: Bei kleinen Kindern ist das in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Bei Einjährigen, die gerade laufen gelernt haben, ist das vollkommen normal – das Fußgewölbe entwickelt sich mit dem Alter und der Bewegung allmählich. Wichtig ist, dies zu beobachten – idealerweise in einigen Monaten oder in einem Jahr noch einmal kontrollieren, ob sich das Gewölbe wie erwartet bildet. Wenn die Entwicklung in die richtige Richtung geht, war der anfängliche Befund vollkommen physiologisch.


Was schadet Kinderfüßen am meisten – und was tut ihnen besonders gut?

Das größte Problem sind dauerhaft falsche Bewegungsgewohnheiten – zum Beispiel das Sitzen in der sogenannten „W-Position“, X-Beine oder zu enge Schuhe, die die natürliche Bewegung des Fußes einschränken. Selbst kleine Absätze sind für Kinderfüße nicht ideal.

Am hilfreichsten ist abwechslungsreiche Bewegung – barfuß gehen (sofern die Füße gesund sind), Barfußschuhe tragen und die Fußsohlen durch verschiedene Untergründe stimulieren. Ob auf Gras, Steinen, Teppich oder unebenem Gelände – Vielfalt ist entscheidend. Kinderfüße brauchen Gelegenheiten, zu arbeiten und zu spüren.


Wie wichtig sind Bewegung und Barfußlaufen zur Vorbeugung von Fußproblemen?

Bewegung ist entscheidend. Die Genetik spielt zwar eine Rolle, aber regelmäßige Aktivität in der Natur – laufen, springen, auf unebenem Untergrund gehen – ist für eine gesunde Fußentwicklung unverzichtbar.

Barfußlaufen ist großartig, aber nicht für jeden uneingeschränkt geeignet. Hat ein Kind bereits Probleme, sollte man abwechseln. Gesunde Kinder können häufig barfuß sein, während bei Kindern mit Fußproblemen gezielte Reize und passende Unterstützung erforderlich sind. Abwechslung ist entscheidend, damit der Körper sich gesund entwickeln kann.


Haben Sie das Gefühl, dass Eltern heutzutage mehr auf Vorbeugung achten?

Ja, auf jeden Fall. Ich merke einen deutlichen Unterschied zwischen der Stadt und kleineren Orten. In Olomouc, wo ich arbeite, kommen etwa 60 % der Eltern rein präventiv. Außerhalb der Stadt suchen sie meist erst dann Hilfe, wenn bereits ein Problem auftritt – vermutlich, weil der Zugang zu Fachleuten dort begrenzter ist. Dennoch nimmt das Bewusstsein insgesamt zu: Eltern sind wissbegieriger, wollen dazulernen, und das ist großartig.


Wie sind Sie auf die Fußausrichtungssocken aufmerksam geworden, und wann empfehlen Sie sie?

Ich kenne die Fußausrichtungssocken seit etwa zwei bis drei Jahren. Zuerst habe ich sie selbst benutzt, um ihre Wirkung besser zu verstehen und mich um meine eigenen Füße zu kümmern. Schon bald bemerkte ich Verbesserungen – bessere Durchblutung, Entlastung, ein Gefühl von Leichtigkeit. Nach ein paar Wochen fing ich an, sie in meinem Umfeld weiterzuempfehlen, besonders an Menschen, die bei der Arbeit lange stehen.

Die Fußausrichtungssocken für Kinder habe ich erst vor etwa einem halben Jahr entdeckt und war sofort sehr interessiert. Ich empfehle sie vor allem jungen Sportlern – Hockeyspielern, Läufern, Fußballern – deren Füße oft stark beansprucht werden. Sie können auch sehr hilfreich sein für Kinder, die bereits frühe Anzeichen eines Hallux valgus (Fehlstellung des Großzehs) zeigen. Natürlich müssen auch die zugrundeliegenden Ursachen angegangen werden, aber die Fußausrichtungssocken sind ein hervorragendes ergänzendes Hilfsmittel.


Eltern fühlen sich durch die vielen Informationen im Internet oft überfordert. Was würden Sie ihnen raten?

Eltern sind heute tatsächlich mit einer Flut von Informationen konfrontiert und fühlen sich dadurch oft verunsichert. Mein Rat ist ganz einfach: Lesen Sie nicht zu viel im Internet, sondern wenden Sie sich an jemanden, dem Sie wirklich vertrauen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich über Erfahrungen anderer Eltern zu informieren – zum Beispiel in Facebook-Gruppen oder in persönlichen Gesprächen. Die Rückmeldungen echter Eltern sind meist verlässlicher als der Hype in den sozialen Medien. Auch die Zahl der Follower auf Instagram ist kein Beweis für Fachkompetenz. 

Das Internet ist eine großartige Informationsquelle, man sollte es aber mit gesundem Menschenverstand nutzen. Extreme Meinungen verbreiten sich oft schneller als ausgewogene – deshalb empfehle ich, alles mit Abstand zu betrachten und nicht in Panik zu geraten, wenn jemand behauptet: „Das ruiniert garantiert die Füße Ihres Kindes“ oder „Das muss sofort behandelt werden“. Jedes Kind ist einzigartig, und allgemeingültige Ratschläge gibt es nicht.


Zum Schluss: Welchen einfachen Tipp würden Sie Eltern geben, damit die Füße ihrer Kinder gesund bleiben?

Geben Sie Ihren Kindern so viel natürliche Bewegung wie möglich – lassen Sie sie laufen, klettern, springen. Schaffen Sie eine Umgebung, in der sie sich frei und mit Freude bewegen können, ohne Leistungsdruck. Denken Sie daran, dass Schuhe die Füße schützen, nicht formen sollen. Sie sind dafür da, vor Kälte oder unebenem Boden zu schützen, nicht, die Entwicklung des Fußes zu bestimmen. 

Und das Wichtigste: Kinder ahmen ihre Eltern nach. Wenn Sie sich bewegen, werden auch Ihre Kinder aktiv sein.

    Derzeit gibt es kein Kommentar vorhanden
     Meistverkaufte Produkte
      • Fußausrichtungssocken GREEN
      • Adjustační ponožky GREEN
      • Die Original-Fußausrichtungssocken dienen als therapeutisches Hilfsmittel bei Hallux valgus, Hammerzehen, krum...
      • mit MwSt.22,95 €
      • mit MwSt.22,95 €
      • mit MwSt.22,95 €
      • mit MwSt.22,95 €
      • mit MwSt.22,95 €